Damals und heute…

Alles begann mit einem 68er Käfer 1300/40PS, den sich Gerd Tafel nach dem Erwerb seines Führerscheins für 500 DM zulegte. Als Schüler war sein Budget für Reparaturen begrenzt, was ihn dazu brachte, selbst Hand anzulegen. Schnell erkannte er das immense Potenzial, das in diesem Fahrzeug steckte. Nach intensiver Beschäftigung mit Fachliteratur machte er sich auf den Weg zu Riechert, um sich eine Solex 34PCI Vergaseranlage von seinem Ersparten zu kaufen. Vom Käfer-Virus infiziert, folgten bald weitere Tuning-Maßnahmen, und das Schicksal nahm seinen Lauf.

Bald wurde ihm klar, dass es kaum möglich war, aus einem Käfer ein „richtiges Auto“ zu machen. Stattdessen besann er sich auf die wahren Stärken des Käfers: das geringe Gewicht, die hervorragende Traktion, das stabile Chassis und das ausgezeichnete Fahrwerk. Es fehlte nicht viel, um daraus eine Fahrmaschine mit echtem Understatement zu kreieren – einen „Wolf im Schafspelz“. So entstand das Tafelsche Konzept: die Optik so seriennah wie möglich, aber mit so vielen technischen Änderungen wie nötig. An einem Wochenende im Jahr 1987 wurde der heute als „Teufelchen“ bekannte Jubiläumskäfer geboren, bestehend aus einer restaurierten 73er Automatic-Bodenplatte, einer 8 Monate alten Jubiläumskäfer-Karosserie von einem Unfallfahrzeug und einem 2L-Typ 4 Motor mit damals beeindruckenden 176 PS.

Die Gründung der Firma Tafel.

Im Oktober desselben Jahres machte Gerd Tafel sein Hobby zum Beruf und meldete sein Gewerbe an. Der Käfer und das Angebot der Firma Tafel wurden seitdem kontinuierlich weiterentwickelt, wobei der Käfer als Versuchsfahrzeug für Neuentwicklungen und TÜV-Abnahmen diente. Auch der Motorsport kam nicht zu kurz: In den folgenden Jahren sammelte Gerd Tafel über 60 Pokale bei verschiedenen Veranstaltungen. Sein größter Erfolg war der 1. Platz bei den Nitro Olympics in Hockenheim 1997 mit dem Tafel Turbo-Käfer.

Einige bedeutende Meilensteine in der Entwicklung waren 1991 die Einführung des ersten Typ IV Motors, der mit einem vollelektronischen und während des Betriebs programmierbaren Motormanagementsystem ausgestattet war. Im Jahr 1993 folgte die Entwicklung einer 4-Scheiben-Bremsanlage, die bis zu 200 PS TÜV-zugelassen war. 1999 wurde der erste abgasgereinigte Typ I Motor mit 100 PS und der EURO 2 Norm präsentiert. Auch heute noch arbeitet Gerd Tafel unermüdlich an innovativen Ideen für die luftgekühlten Volkswagen.